Classic-Weintyp

Definition & Charakteristika

Classic-Weintyp Deutsche Weine mit dem Signet "Classic" auf dem Etikett haben ein wiedererkennbares Geschmacksbild. Sie haben einen trockenen Geschmack.
Dahinter steckt die Vorgabe, dass der Restzuckergehalt des Weines höchstens doppelt so hoch sein darf wie der Säuregehalt des Weines. Denn die Säure eines Weines bestimmt, geinsam mit dem Zuckergehalt, das Geschmacksbild eines Weines wesentlich mit. Beide haben eine ideale Relation zueinander, die der Weinerzeuger mit dem "Classic"-Wein sucht. Ein Wein mit etwas höherer Säure schmeckt bei einem etwas höheren Zuckergehalt ähnlich trocken wie ein Wein, bei dem Säure und Zuckerwerte etwas niedriger liegen. Aus welchem Anbaugebiet ein "Classic"-Wein auch immer kommt, sein Restzuckergehalt beträgt nie mehr als 15 Gramm pro Liter. Darauf kann sich der Weinfreund verlassen. Auch darauf, dass solche Weine mit den meisten Speisen harmonieren.
 
Das typische Geschmacksbild: schmeckt trocken
 
"Classic"-Weine bieten zudem ein ansprechendes Geschmacksbild, das ja bekanntlich auch vom Alkohol getragen wird. Der natürliche Alkoholgehalt der "Classic"-Weine muss ein Volumenprozent höher liegen als dies üblicherweise verlangt wird. Auf dem Etikett erscheint somit eine Alkoholangabe von 12 % vol, mitunter gar etwas mehr. Das garantiert vollmundige Weine mit Länge und Substanz. Auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Ein halbes Volumenprozent niedriger werden teilweise Weine von Mosel-Saar-Ruwer angeboten, wenn es den Erzeugern primär um die subtilen Feinheiten ihrer Weine geht.
 
Weitere Charakteristika der "Classic"-Weine:
  • Jahrgangswein
  • immer typisch für sein Anbaugebiet
  • auf die Angabe von Weinlagen wird vollständig verzichtet
  • Weinproduzent und damit die Herkunft der Trauben sind nachvollziehbar.
Alle genannten Merkmale sollten ein Garant dafür sein, dass der in der Werbung proklamierte Anspruch "Classic - hat Klasse, schmeckt klasse" sich in jeder "Classic"-Weinflasche wieder findet.
 
Erlaubte Classic Rebsorten der Anbaugebiete:
  • Ahr:
    Riesling, Spätburgunder, Frühburgunder
  • Baden:
    Riesling, Rivaner, Silvaner, Gutedel, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Spätburgunder.
  • Franken:
    Müller-Thurgau, Silvaner, Weißer Burgunder, Domina, Spätburgunder
  • Mosel-Saar-Ruwer:
    Riesling, Elbling, Rivaner, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder
  • Nahe:
    Riesling, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Scheurebe, Müller-Thurgau, Silvaner, Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser
  • Pfalz:
    Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Rivaner, Dornfelder, Spätburgunder
  • Rheingau:
    Riesling
  • Rheinhessen:
    Rivaner, Silvaner, Grauer Burgunder, Weißer Burgunder, Riesling, Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser
  • Württemberg:
    Trollinger, Lemberger, Schwarzriesling, Dornfelder, Spätburgunder, Riesling, Silvaner, Kerner, Grauburgunder