Rheingau
Von
den hessischen Anbaugebieten nimmt der Rheingau über 3.150 ha bestockte
Rebfläche ein. An den sonnigen Südhängen des Taunus wachsen
fruchtbetonte, edle Riesling- und Spätburgunderweine. Zahlreiche Lagen,
wie z.B. der Rauenthaler Baiken und der Erbacher Marcobrunn haben
Weltruf. Bei den Rebsorten überwiegt

der Riesling, dessen Anteil 78 %
beträgt. Der Spätburgunder nimmt mittlerweile 12,7 % der Anbaufläche,
bei steigender Tendenz, ein. Der Weinbau gibt dieser Landschaft sein
besonderes Gepräge. Neben 55 größeren Weingütern über 10 ha Rebfläche,
die insgesamt ca. 1400 ha der gesamten Rebfläche im Rheingau
bewirtschaften, gibt es eine Gruppe von ca. 215 Weingütern zwischen 3
bis 10 ha Rebfläche, die sich überwiegend aus Familienbetrieben
zusammensetzt. Ca. 900 weitere kleinere Weinbaubetriebe bewirtschaften
durchschnittlich etwa 0,58 ha Rebfläche. Von den insgesamt ca. 1.170
Weinbaubetrieben bauen etwa 790 den Wein selbst aus, der Rest
vermarktet Trauben.